just

Wieso ist Counter-Strike nach über 20 Jahren immernoch so erfolgreich?

Die Anfänge von Counter-Strike

Counter-Strike war ursprünglich eine Modifikation des bekannten Ego-Shooters Half-Life und wurde später als eigenständiges Spiel veröffentlicht. In den USA und Kanada kam Counter-Strike am 8. November 2000 auf den Markt, eine weltweit zugängliche Version folgte am 9. September 2003.

Der Online-Taktik-Shooter begeisterte viele Menschen weltweit, da die taktischen Inhalte, das Punktesystem, das Spielen im Team und weitere Aspekte sich besonders gut für den sportlichen Wettkampf eignen. In kürzester Zeit wurde Counter-Strike eines der meistgespielten Spiele auf LAN-Partys und im E-Sport. Counter-Strike gewann in seinem Erscheinungsjahr 2000 zahlreiche Preise, besonders die Titel „Best Online Game” und „Action Game of the Year” wurden Counter-Strike von vielen verschiedenen Portalen verliehen.

Das Prinzip von Counter-Strike ist schlicht und dennoch zielführend: Zwei Teams mit je 5 Spielern spielen gegeneinander. Während das eine Team eine Bombe platziert, versucht das andere Team, diese rechtzeitig zu entschärfen. Eine Runde kann auch gewonnen werden, indem das eine Team das andere komplett eliminiert. Das Spiel ist rundenbasiert, in der aktuellen Variante spielt man pro Seite 15 Runden, danach folgt ein Seitenwechsel. Das Team welches zuerst 16 Runden für sich entscheiden kann gewinnt.

Dieses einfache und faire Prinzip erlaubt es, enorm taktisch und als Team an das Spiel heranzugehen, weshalb sich schnell Zusammenschlüsse aus ähnlich guten Spielern bildeten. Wenn diese Spieler sich auf das Spiel fokussieren und relativ regelmäßig trainieren, um besser zu werden, spricht man von einem E-Sports-Team.

(Quelle: Pixabay)

(Quelle: Pixabay)

Nach dem großen Erfolg des ersten Spiels folgten am 1. November 2004 Counter-Strike: Source und am 21. August 2012 Counter-Strike: Global Offensive. Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) erfreut sich bis zum heutigen Tag größter Beliebtheit. Seit 2013 finden regelmäßig große E-Sport-Turniere, sogenannte Majors, statt. Dabei wird ein Preisgeld in Millionenhöhe auf die verschiedenen Teams aufgeteilt, das Team das gewinnt wird mit 500.000 US-Dollar Preisgeld belohnt. Majors zeichnen sich dadurch aus, dass sie vom Counter-Strike- und Steam-Entwickler Valve unterstützt werden. CS:GO Spieler können im Spiel Sticker mit den Logos ihrer Lieblingsteams kaufen und sie auf ihre Waffen kleben. Die teilnehmenden Teams werden direkt an den Einnahmen der Stickerverkäufe beteiligt und das Preisgeld des Majors wird ebenfalls teilweise mithilfe der Sticker finanziert.

Shooter-Genre liegt voll im Trend

Die spektakulären Turniere in Spielen wie Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends haben sich in letzter Zeit auch Battle-Royale-Shooter wie Fortnite, Apex Legends und PlayerUnknowns Battlegrounds als Vorbild genommen, um eigene Turniere auszurichten. Der generelle Hype dieser Battle-Royale-Spiele und des E-Sports hat sich auch positiv auf Counter-Strike und das Shooter-Genre ausgewirkt: Seit 2012 verzeichnet CS:GO steigende Spielerzahlen mit zahlreichen Höchstständen im Jahr 2020.

Das Turnier CS:GO Dreamhack Open 2019 (Quelle: Unsplash)

Das Turnier CS:GO Dreamhack Open 2019 (Quelle: Unsplash)

Aber nicht nur CS:GO boomt, sondern das ganze Genre rund um Shooter und Soldaten herum erfreut sich größter Beliebtheit: Netflix nahm in den letzten Jahren zum Beispiel mehrere Soldatenfilme wie Sand Castle in ihr Programm auf und ebenso wird Camouflage in der Streetwear-Szene immer beliebter. Auch Slots, die das Shooter-Thema nutzen, boomen, wie z.B. der Slot Bloodshot. Der Bloodshot Slot basiert auf dem gleichnamigen Comic, in dem es um den Superhelden Bloodshot geht. Auf den Walzen des Automaten befinden sich daher auch bekannte Waffen und Charaktere. Besonders die große Beliebtheit anderer Shooter wie Fortnite, PUBG, Apex Legends und Valorant hat CS:GO jedoch zu einem rasanten Aufstieg verholfen. Nachdem einige Spieler die Lust auf Battle Royale verloren hatten, haben sie sich nach einem anderen Shooter umgeschaut. Da fiel vielen natürlich direkt Counter-Strike auf. Das brachte eine Menge Hypespieler von PUBG und Fortnite auf CS. Viele dieser Spieler bleiben nach dem Wechsel bei CS:GO und verbringen viele Stunden im bekannten Klassiker.

Updates für anhaltende Erfolge in der Zukunft

CS:GO ist natürlich nicht einfach ohne weiteres Zutun des Entwicklers so erfolgreich. Valve möchte weiterhin sehen, wie Counter-Strike eine Bestmarke nach der anderen bricht, deshalb kümmern sie sich entsprechend um das Spiel. Dank regelmäßigen Updates, die neue Kisten, Skins und manchmal auch Operations mit sich bringen, wird CS:GO selbst nach 2000 Spielstunden den meisten Spielern nicht langweilig. Selbst gegen die äußerst nervigen Cheater hat Valve in Zukunft mit einer eigenen KI einen wichtigen Schritt geplant. Die Anti-Cheat-KI VACnet soll in Zukunft Cheater automatisch bannen und somit das Spielerlebnis für den fairen Zocker deutlich verbessern. Leider kamen in letzter Zeit besonders viele Cheater auf CS:GO, da Valve das Spiel inzwischen kostenlos auf Steam anbietet. Um dem Ansturm von neuen Cheatern gerecht zu werden, führte Valve den Trustfactor und das Prime-Matchmaking ein. Prime-Matchmaking ist eine Funktion, die Spieler nutzen können, wenn sie ihre Telefonnummer mit CS:GO verknüpfen. Spieler mit Prime-Matchmaking spielen nur gegen andere Spieler mit Prime-Matchmaking, das soll verhindern, dass neue Cheater-Accounts gegen normale Spieler spielen. Der Trustfactor ist eine Kombination aus vielen Faktoren, z.B. Spielstunden, um zu bewerten, wie vertrauenswürdig ein Spieler ist. Spieler mit hohem Trustfactor spielen gegen Spieler mit ähnlich hohem Trustfactor.

Mit den Operations bringt CS:GO jedes Jahr ein neues Spielerlebnis. Während es 2014 noch drei Operations gab, plant Valve inzwischen nur noch eine Operation pro Jahr zu veröffentlichen. Während der Operation können die Spieler einzelne Missionen abschließen, um Belohnungen und Level-Ups zu bekommen. Dabei können sowohl die sehr beliebten Online-Modi, aber auch nur während der Operation verfügbare Coop-Modi gespielt werden. Die Skins, die man durch das Erfüllen der Missionen gewinnen kann, erfreuen sich meistens größter Beliebtheit. Da man diese Skins auch nur während der Operation bekommen kann und danach nicht mehr, steigen die Preise meistens auch an, nachdem die Operation vorbei ist.

Wie es aussieht, kommen wir vielleicht bald in den Genuss von Spielen, die keinen Nachfolger mehr bekommen, sondern einfach immer weiter neue Updates. Bei League of Legends und CS:GO sieht es auf jeden Fall so aus, als wolle man das Spiel weiterhin aktiv halten, anstatt einen Umstieg auf einen Nachfolger zu riskieren. Das ist auch durchaus möglich, da die modernen Spielengines es zulassen, die Grafik und Mechaniken eines Spiels immer weiter zu verbessern, ohne einen neuen Teil veröffentlichen zu müssen.

Die Zukunft von CS:GO ist also durch regelmäßige Turniere, Operations, Skins und andere Updates äußerst vielversprechend. Der Entwickler Valve und die Spieler werden CS:GO und die E-Sport-Szene weiterhin verbessern, sodass wir noch viele Jahre Spaß mit Counter-Strike haben werden.

Was denkst du darüber?

Aufgeregt
0
Glücklich
0
Verliebt
0
Nicht sicher
0
Verrückt
0

Das könnte dir auch gefallen

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

0 %