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Die Osteuropäer erobern Counter-Strike:GO

Der Spielhersteller Valve macht wieder Schlagzeilen. Einerseits kritisieren Medien und Fans, dass man über das Einladungssystem von Game Counter-Strike: GO immer noch Code auf fremde Rechner einschleusen kann, andererseits änderte Valve nun die Regeln für gesperrte Spieler. Diese sollen zukünftig nach fünf Jahren wieder spielen dürfen.

Quelle: Pixabay

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Die neuen Regeln kommen noch dieses Jahr zur Anwendung. Voraussichtlich wird dies erstmals im Oktober 2021 der Fall sein. Dann findet nämlich das PGL Stockholm Major statt. Bei diesem Turnier wird ein Preisgeld von zwei Millionen Dollar ausgespielt. Dort wird die Branche wieder unter Beweis stellen, dass sie es längst mit anderen Sportevents aufnehmen kann. Seit den ersten Videospiel-Turnieren in der Stanford University ist e-Sports gewaltig gewachsen. Wo sich zu Beginn lediglich 20 Spieler einen Kampf um den Sieg lieferten, spielen heute Millionen Fans weltweit Counter-Strike: GO.

Regeländerung nach acht Jahren

Mit der Änderung lockert Valve die Regeln. Wer wieder für das Game freigegeben ist, kann sich in Zukunft erneut für eSports-Turniere in Counter-Strike: GO anmelden. Ausnahmen bleiben allerdings für diejenigen bestehen, die bei offiziellen Turnieren gespielt hatten. Der Hersteller hat das mit dem Alter des Games begründet. Nach acht Jahren am Markt war eine Änderung offenbar notwendig.

Gamer aus Osteuropa erobern die Szene

Unterdessen sorgt ein neuer Trend bei Counter-Strike: GO für Diskussionen. Es hat sich gezeigt, dass zuletzt vor allem Spieler aus Russland und Osteuropa den e-Sport des Shooters dominieren. Sie haben eine neue Art zu spielen entwickelt, dieser Stil nennt sich CIS-Style.

CIS steht dabei für Commonwealth of Independent States. Diese Gemeinschaft Unabhängiger Staaten beinhaltet einige Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion. Bestes Beispiel für die Überlegenheit der Gamer aus diesen Ländern war das Finale des Intel Extreme Masters. Dort traten lediglich Gamer aus dieser Region gegeneinander an. Das demonstrierte deren Dominanz eindrucksvoll.

Der CIS-Style dominiert

Verantwortlich dafür sind neue Spieler, die einen extrem aggressiven Spielstil pflegen. Dieser setzt sich in der Szene immer mehr durch. Etablierte Teams und Spieler kommen daher entweder verstärkt unter Druck oder versuchen sich anzupassen. Doch ob das gelingen wird, erscheint fraglich. Offenbar ist eine neue Generation am Drücker, die für eine Wachablöse sorgen will. Derzeit setzt sich der CIS-Style immer mehr durch.

An vorderster Front kämpft dabei das Team Gambit. Diese Spieler waren von Beginn an sehr gut, doch nun haben sie sich mit diesem unverwechselbaren Stil an die Spitze gekämpft. Vor wenigen Wochen gewann sie den Pinnacle Cup 2021. Aktuell gelten sie als das beste Counter-Strike: GO-Team der Welt. Gambit besteht aus fünf Russen und einem Kasachen. Sie spielen extrem aggressiv und nehmen ihren Gegner förmlich den Raum, um agieren und reagieren zu können. Wer gegen den CIS-Style bestehen möchte, benötigt jede Menge Geduld. Nur wer diese aufbringt und seine Gegner für deren Fehler konsequent bestraft, kann in so in einem Duell bestehen. Wer darauf verzichtet konsequent dagegenzuhalten, ist von Beginn an im Nachteil und hat kaum noch Chancen sich zu wehren.

Für Experten kommt dieser Trend nicht ganz überraschend. Schließlich stammen zahlreiche hungrige Spieler aus Osteuropa, die in Counter-Strike: GO eine große Chance erkannt haben. Sie trainieren wie besessen, um ihr Zeit ein Profi zu werden, umzusetzen. Gleichzeitig ist das Game in der Region sehr beliebt. Daher können die Spieler auf eine große Community zurückgreifen, die sich gegenseitig antreibt. Teams wählen die besten unter ihnen aus und rollen damit die Szene auf.

Lücke im System

Nach wie vor stört allerdings die bestehende Sicherheitslücke der Source-Engine von Valve. Diese besteht bereits seit zwei Jahren, ohne dass der Hersteller Anstalten macht diese zu schließen. Sie erlaubt es Code auf fremde Rechner einzuschleusen. Ein Sicherheitsexperte von Secret Club hat diesen Exploit nun veröffentlicht. Er hatte diese Lücke bereits im Jahr 2019 an Valve gemeldet. Das Unternehmen hat in der Zwischenzeit reagiert und das Problem bei zahlreichen Games behoben. Doch ausgerechnet bei Counter-Strike: GO besteht es immer noch.

Image by Felix Lichtenfeld from Pixabay

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Die betroffene Source-Engine ist eine Eigenentwicklung von Valve. Das Unternehmen betreibt schließlich auch Steam, das die Basis für zahlreiche Gaming-Hits, wie Dota, Portal und Half-Life ist. Die Sicherheitslücke kann aufgrund ihres Aufbaus nur bei Online-Titeln genutzt werden. Das ist gerade für Counter-Strike: GO besonders ärgerlich, schließlich ist das Game immer noch einer der am meisten gespielten Titel auf Steam. Das Game ist eines von insgesamt sechs Versionen von Counter-Strike und wird immer populärer. Valve hat sich bisher nicht zur dem Problem geäußert.

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