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Umdenken im Marketing: eSport als neue Werbefläche

Die Diskussion um die Frage, ob eSport ein wirklicher Sport ist, wurde beigelegt. Durch die Einstiege von Fußballvereinen wie SC Paderborn oder FC Schalke hat sich die Debatte nach Anerkennung beruhigt. Jetzt heißt es jedoch für die Werbevermarktung, diesen Schwung zu nutzen und die neue Zielgruppe für sich zu nutzen.

Die Ära der Printanzeigen neigen sich dem Ende zu. Wurden vor einigen Jahren noch hohe Budgets für Plakatwerbung, Anzeigenschaltungen in Tageszeitungen und klassische Fernsehkampagnen ausgegeben, hat sich im Marketing die Tendenz deutlich auf neue und moderne Medien ausgerichtet. Newsletter-Marketing und Ads auf Webseiten sind die neue Basis für Produktbewerbung geworden.

Durch den erheblichen Zuwachs an eSports-Fans und Zuschauern entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahren ein neues Feld, das für bestimmte Branchen ein lukratives Feld geworden ist. Autoindustrie, Technikhersteller oder Filmverleiher haben ein Auge auf die eSports-Szene geworfen, die im vergangenen Jahr mit 215 Millionen Anhängern und Spielern eingestuft wurde. Ein Pool an potenziellen Kunden, der viel Geld birgt.

Quelle: Pexels.com

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Werbeflächen im eSport nutzen

Wer die junge Zielgruppe zwischen 18 und 30 Jahren für sich gewinnen will, der muss vor allem mutig sein. Neue Wege ausloten und kreative Zugänge zum Käufer finden, gehört zum Basisverständnis. Dazu gehört das Wissen, wo man eSport-Fans erreichen kann: Streamingplattformen und Social-Media-Kanäle sind die am häufig genutzten Informationskanäle der User. Fernsehen und analoge Medien entfallen. Durch individuellen Content, die das Produkt aufregend und im besten Falle interaktiv darstellen, erregen Marketingverantwortliche Aufmerksamkeit.

Der Vielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Crossmedia-Kampagnen und das Verbinden von verschiedenen Medien ist ein wichtiger Bestandteil. Besonders in der Zweitverwertung von Marken wird diese Vorgehensweise häufiger genutzt, um bekannte Titel oder Produkte auf neue Weise zu platzieren. Im Online-Casino Mr Green lässt sich der Netflix-Hit Narcos beispielsweise als Slot-Game spielen und man setzt dabei auf die Zugkraft, die die Serie auf dem Streamingportal bekannt machte. Während die Zuschauer auf Netflix Pablo Escobar vor dem Bildschirm verfolgten, können sie in dem Spiel Teil des Abenteuers werden.

Quelle: Pexels.com

Einbeziehen statt beobachten

Jener Punkt ist das entscheidende Zünglein an der Waage, der eine Kampagne im eSport-Segment erfolgreich macht oder gnadenlos floppen lässt. Auf Conventions und Turnieren müssen Marken eine Verbindung zu den Spielern aufbauen: So konnte BMW einen Deal beim League of Legends-Turnier abschließen und ist seit 2018 Sponsor des beliebten Turniers. Auch Audi hat sich als Partner beim FIFA-eSport-Team FOKUS CLAN platziert und wird bei verschiedenen Turnieren mit Ausstellungsstücken und Aktionen vor Ort sein.

Diese Symbiose zwischen Präsentation und Teil der Veranstaltung überbrückt die Lücke zwischen Produkt und Käufer. Somit zeigen die Hersteller, dass sie nah am Kunden sind und geben ihrer Marke ein Gesicht. Sie sind keine retuschierte Ware auf einem Plakat oder ein Luxusgut, das die jungen eSportler ausgrenzt. Man bewegt sich auf Augenhöhe, was für die angesprochene Zielgruppe ein wichtiger Aspekt ist. Sie werden ernst genommen und nicht mehr als Nerds gesehen, die in Kellerräumen sitzen. Diese Anerkennung zahlt sich für Marken aus und öffnet die Tür in ein neues Universum, das mit kaufkräftiger Kundschaft für neuen Wind in der Vermarktung sorgt.

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