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Der Glücksspielskandal des CS:GO Casino

Wir schreiben das Jahr 2016 als CS:GO bereits einen Höhepunkt erreicht hatte. Das Spiel sagte den Spielern nicht nur im Punkt des Spielerlebnisses vielen zu, sondern auch aufgrund der unterschiedlichsten Skins für die Waffen. Diese kosten aber viel Geld, weshalb die Idee aufkam, die Skins in Spielbanken einzubinden und in Form von Glücksspielen wie Roulette, Lotto oder sogar E-Sports anzubieten. Da die CS:GO Industrie aber noch nicht so reguliert war, wie die von Online Casinos – wo man durch renommierte Bewertungsseiten die besten Online Casinos auf einen Blick sehen kann – war ein Skandal eigentlich nur eine Frage der Zeit.

CS:GO und Glücksspiel?

Wer sich jetzt denkt, dass CS:GO und Glücksspiel so gar nicht zusammenpassen, der liegt im ersten Moment nicht mal so falsch. Doch einige Entwickler hatten die Idee, die beiden Punkte miteinander zu Verbinden. Die verschiedenen CS:GO Casinos können ganz einfach verwendet werden, um neue Skins für Waffen zu gewinnen – mit Einsatz von eigenen Skins. Da kein Geld dafür notwendig ist, wurde es bei Spielern sehr schnell zu einem Renner; ob für Erwachsene oder Teenager.

Um in einem CS:GO Casino zu spielen, meldet man sich lediglich mit seinen Steam-Daten an – dann geht’s auch schon los! Ob man jetzt im E-Sport Sektor seinen Skin auf ein Team im Fußball setzt oder eine Zahl im Roulette auswählt, der Einsatz liegt immer bei einem eigenen Skin. Dann wird gedreht oder gespielt und der Gewinn direkt aufs Steam Konto übertragen.

Doch leider war dieses System noch nicht ausgereift, beziehungsweise viele Spieler wussten nicht, welche Webseite seriös ist und welche nicht – sowie dass man nur ab 18 an Glücksspielen teilnehmen kann – was zu dem Skandal im Jahr 2016 führte.

Der Skandal im Überblick

Durch die Plattformen Youtube und Twitch wurde der CS:GO Spieler „Phantoml0rd“, der auch Werbung für eine Lotterie machte, bekannt. Er zeigte in einem Stream, wie er im CS:GO Lotto viele tolle Skins gewann. Die hohen Gewinne wurden von vielen CS:GO Spielern gesehen, weshalb sie auch ein Stück vom Kuchen wollten.

Jedoch hatte der Streamer, James Varga aka Phantoml0rd, nicht erwähnt, dass es sich bei der Webseite CS:GO Shuffle, um eine von ihm gegründete Lotterie Seite handelt. Er war der offizielle Gründer und Präsident der Webseite, wie der Journalist Richard Lewis herausfand. Dies kann man auf der Webseite offiziell einsehen und nachlesen.

James Varga hat darüber hinaus nicht erwähnt, dass er der Gründer der Webseite ist, sondern auch die Streams verfälscht. Anstatt rein auf den Glücksspielaspekt zu gehen und auf gut Glück seine Wetten zu setzen, teilte ihm ein Programmierer, der bei diesem Betrug mitmachte, die Gewinnkombinationen mit.

Durch diese hohen Gewinne wurden viele CS:GO Spieler angelockt. Diese meldeten sich via Steam an und spielten auf ebendieser Seite. Die Gewinne wurden zwar korrekt ausgezahlt, jedoch hatte nicht jeder so viel „Glück“ wie James Varga.

Weitere negative Punkte

Ein weiteres Problem der Webseite war, dass man sich via Steam anmelden konnte und keine offizielle Verifikation des Alters notwendig war. Man musste lediglich einen Haken setzen, der besagte, dass man 18 Jahre alt ist. Dies war vor allem deshalb schlecht, da viele der CS:GO Spieler sowie Zuschauer von „Phantoml0rd“ Minderjährig waren und sich somit illegal an Glücksspielen beteiligten. Auch wenn es nicht direkt um Geld ging, löste dies einen weiteren Aufschrei der Community aus.

Nachbeben

Nachdem Richard Lewis aufgedeckt hat, dass Varga der eigentliche Gründer der Webseite ist, wurden Chat Logs gehackt, die das falsche Spiel von ihm und seinem Programmier-Kumpel aufdeckten. Aufgrund des Hacks konnte er leider nicht vor Gericht verantwortlich gemacht werden, da die Daten illegal erworben wurden.

Jedoch wissen die Leute jetzt, was für ein falsches Spiel er mit seinem CS:GO Casino gespielt hat und sogar das Streaming Portal Twitch blockierte sein Konto, mitsamt den vielen Follower, die er darauf hatte.

Was macht Varga heute?

Varga versuchte erstmal, sein Twitch-Konto zurückzuholen, indem er Twitch verklagte, ihn unrechtgemäß blockiert zu haben. Dieser Schuss ging jedoch nach hinten los und er handelte sich eine Gegenklage ein.

Selbst mit der Gegenklage von Twitch am Hals hat, gibt der Streamer nicht auf. Er eröffnete einen neuen YouTube Kanal und startet seine Tätigkeit als Streamer, Let’s Player und Präsident seines Glücksspielunternehmens.

Sein Selbstbewusstsein scheint James Varga jedoch noch nicht verloren zu haben. Ob alles noch so gut laufen wird, wie es anfangs 2016 der Fall war, ist aber noch abzuwarten.

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