Die Gretchenfrage bei Counter-Strike. Abgesehen von irgendwelchen moralischen Überlegungen gibt es durchaus sehr deutliche Unterschiede in der Spielstärke der einzelnen Teams, die vollkommen losgelöst von jeglichem Skill sind und von der jeweiligen Map abhängen. ![]() Das Team, das die erste Runde verliert, unterliegt in der Regel auch in den beiden folgenden Runden. Es ist nicht wirklich mit Sicherheit vorherzusagen, welches Team die erste Runde gewinnt. CTs können auf CS_maps sehr leicht an sehr viel Geld herankommen, vorausgesetzt sie erreichen die Geiseln... Ts sind allerdings auf solchen Maps oft in der stärkeren Stellung... DE_maps hängen meistens überwiegend vom Teamplay ab. Als Anfänger sollte man deshalb möglichst beide Teams gleichermaßen spielen. Im Laufe der Zeit wird man eine Vorliebe für das eine oder andere Team entwickeln, wobei hier auch ein Zusammenhang mit den jeweils bevorzugten Maps besteht... Ts gewinnen häufig durch das Eleminieren des gesamten gegnerischen Teams und seltener durch Erfüllen der Aufgabe, wobei das "Bewachen" der Geiseln auf einer Stufe steht mit "Eliminiere das gegnerische Team!": festhalten oder anbinden kann man die CTs schliesslich nicht. CTs gewinnen im Vergleich deutlich häufiger durch Entschärfen der Bombe oder Retten der Geiseln. Maps und TeamsDie meisten Maps sind von der Geographie her für beide Teams in etwa gleich schwer (oder leicht) zu bewältigen, jedoch gibt es einige Maps, die ein Team streckenweise deutlich bevorzugen (z.B. cs_Assault, cs_Siege, de_Aztec). In jedem Fall ist es aber das Teamwork, das darüber entscheidet, ob das eigene Team diesen Vorteil auch nutzen kann. Daher ist es wichtigste Aufgabe eines Spielers die Maps einigermaßen zu kennen. Im Laufe der Zeit geschieht das bei fast allen Maps "wie von selbst", wobei einige Maps schwieriger zu durchschauen sind als andere (vgl. z.B. cs_Siege mit de_Havana). Jeder hat nach und nach seine Lieblingsmaps und kennt diese fast im Schlaf. Wenn man die Geographie, also das Layout und die Mechanik, einer Map kennt, wird es Zeit, sich mit den strategischen Wegen und Punkten der Maps auseinanderzusetzen. Ich kann jedem Spieler nur Raten: Schaut anderen auf die Finger, besonders im Spectator-Mode. Wo ist der Gegner immer wieder anzutreffen? Von wo kommt der Gegner? Wo will der Gegner hin? Wie kann ich den Gegner am Erfüllen seiner Mission hindern oder zumindest stören? Wenn ich weiss, wo der Gegner anzutreffen ist, dann muss ich auch wissen, was der Gegner an dieser Position zu erreichen versucht. Lauert er dort gezielt auf den Ansturm oder ist er eher zufällig an genau der Stelle? Was kann der Gegner aus seiner Stellung sehen und was nicht? Kann ich mit meinem Team diese Stellung mühelos umgehen oder muss ich den Gegner hier niederkämpfen, weil es keinen anderen Weg gibt? Antworten auf diese Fragen bestimmen die Strategie des Teams, woraus sich unmittelbar die Strategie des Einzelnen ableitet. Dieses strategische Diktat bestimmt die taktischen Rahmenbedingungen, also die notwendige Ausrüstung und Teamgröße für die einzelnen Positionen. Jede Map hat zwei oder drei Basis-Strategien, anhand derer sich das Vorgehen der Teams aufbaut. Schlüsselelement ist hier die Kernaufgabe des Teams (Bombe legen, Bombe entschärfen, Geiseln befreien, Geiseln bewachen). Die Wege zu diesem Ziel sind von den einzelnen Maps abhängig. Eine Strategie, die zum Beispiel auf de_Aztec funktioniert kann auf cs_Italy völlig fehlschlagen und umgekehrt. Der Schlüssel zum erfolgreichen Aufbau jeder Stellung ist jedoch immer Kommunikation mit dem Team und absolute Zuverlässigkeit jedes Einzelnen hinsichtlich Erfüllung seiner Aufgabe. Wenn jeder auf seinen Nebenmann aufpasst und diesem bei Bedarf Deckung gibt, ist das in der Regel schon die halbe Miete zum Sieg. Kommunikation
Das führt fast immer dazu, dass solche "MikroBenutzer" irgendwann völlig ignoriert werden (gedanket sei der mute-Funktion) oder sich den geballten Hass aller - dann äußerst genervten - Teamkollegen zuzieht. Gelegentlich wird dem Sabbelkopp auch mit finaler Deutlichkeit erklärt, wohin er sich sein Mikro stecken kann. (Solche Teamkills werden in aller Regel von allen begrüst und nicht selten von beißendem Spott aller Anwesenden begleitet.) Das Einstellen der Parameter für die Mikros etwas fuddelig und es bedarf externer Hilfe und einigen Ausprobierens, bevor ein Headset wirklich effizient eingesetzt werden kann. Im Netz sind dutzende FAQs zu finden, die sich nur um den Aspekt der Kommunikation per Mikro drehen. Ich will deshalb hier nur darauf hinweisen, dass die richtige Kommunikation per Mikro den Erfolg eines Teams deutlich steigert. Im Sinne aller Teammitglieder gilt aber immer: Quatsch keine Opern! Neben der Möglichkeit per Mikro zu kommunizieren stehen jedem sogenannte "RadioSignals" zur Verfügung. Diese sind über wenige Tastendrücke (maximal 2) aus mehreren Listen wählbar. Es kann von ungeheurem Wert sein, einige dieser Kommandos blind auch während des Gefechts absetzen zu können, jedoch kann ein Mikro durch diese Kommandos nicht wirklich ersetzt werden. Folgende Radio-Signals stehen (sortiert nach Signalgruppen) zur Verfügung:
Die Kommunikation per Message oder Team-Message während des Gefechts über die Tastatur behindert und hält unnötig auf. Längere Debatten sollten nur während der Zuschauerphase stattfinden und werden während des Gefechts häufig mit "Less talk - more play!" vom eigenen Team honoriert: "Sabbel nicht, spiel!" Die Kommunikation geht Hand in Hand mit dem Wissen, wo die Mitglieder des eigenen Teams gerade sind und wo der Gegner zu erwarten ist oder gar gesichtet wurde. Weiss man, wo der Gegner (nicht) ist, kennt man zusätzlich die Map und die Positionen der eigenen Leute, dann ist das weitere erfolgreiche Vorgehen in aller Regel offensichtlich. Fehlt dieses Wissen, ist das eigene Versagen und damit das Versagen des ganzen Teams eine Frage der Zeit. ©2002 Adger (adger [ät] bf-news.de) |
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